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Ein alter Hochzeitsbrauch
der bei einigen Verheirateten weniger Anstoß findet, wird durch die
Brautentführung bestritten. Dabei soll die Entführung der frisch angetrauten
Braut ein Symbol dafür sein, dass sich die Braut nun endgültig von ihren Eltern
trennt und mit ihrem Ehemann ein neues Leben beginnt. Das Vorgehen bei einer
Brautentführung sollte vor allem Amüsanz bei allen Beteiligten wecken. Sowohl
der Bräutigam, als auch die Braut und die Entführer selbst sollen diesen Vorgang
zu einem unvergesslichen Erlebnis in ihrem Leben werden lassen. Aus diesem Grund
sollte die Brautentführung vor dem eigentlichen Stattfinden auch gründlichst
geplant werden. Wichtig bei der Planung ist, dass man die beiden Trauzeugen
nicht in die Entführung mit ein bezieht. Die Entführer dürfen sich aber aus
Freunden, Bekannten und Verwandten zusammen setzen. Dies ist darin begründet,
dass die Trauzeugen nämlich auch an der Suche nach der Braut beteiligt werden
können. In aller erster Linie sollte aber der Bräutigam selbst weder Kosten noch
Mühen scheuen, um seine Braut wieder zu finden. Im Falle dass der Bräutigam die
Entführung seiner Braut nicht rechtzeitig bemerkt, werden ihm unterschiedliche
Hinweise gegeben, in dem man ihm beispielsweise einen Besen, der als Braut
verkleidet ist, in die Hände drückt. Beginnt der Bräutigam dann mit dem Suchen
seiner Frau, sind die Entführer der Braut bereits unterwegs in verschiedene
Gaststätten. In diesen kann die Brautentführung sehr frei und witzig gestaltet
werden. Vor allem sollte man darauf achten, dass sich die Braut nicht langweilt.
Der Aufenthalt in einer Kneipe sollte nicht länger als fünfzehn Minuten in
Anspruch nehmen. So hat der Bräutigam genügend Zeit, diverse Kneipen durch zu
gehen und nach seiner Braut Ausschau zu halten. Wenn der Bräutigam seine Braut
dann letztendlich gefunden hat, bekommt er sie nicht sofort, sondern muss sie
erst einlösen. Diese Einlöse kann zum Beispiel ein von ihm gesungenes Lied sein,
die Verpflichtung, für die nächsten Wochen abzuwaschen oder etwa der Schuhputz
von allen Hochzeitsgästen. Damit man sich über die gelungene Brautentführung
auch noch später amüsieren kann, sollten die wichtigsten Momente mit einer
Kamera festgehalten werden. Ursprünglich stammt die Brautentführung aus dem
Mittelalter. Zu dieser Zeit war es von der rechtskräftigen Instanz so geregelt,
dass die erste Nacht nach der Hochzeit nicht dem Bräutigam vergönnt war, sondern
dem Klerus und dem Adel. Diese hatten das Recht dazu, die Braut zu entjungfern.
Meistens holten sich der Adel und der Klerus dieses Recht, indem sie die Bräute
von ihren Vasallen in der Hochzeitsnacht abholen ließen
Danksagung Hochzeit
Nach einer Hochzeitsfeier ist es üblich, Danksagungen an die Hochzeitsgäste
zu verschicken. Mit dieser Danksagung möchte man sich bei allen Anwesenden
bedanken. Nicht nur die Hochzeitsgeschenke sind eine Danksagung wert, wobei das
Dankeschön hierfür selbstverständlich im Vordergrund stehen sollte. Eine
Danksagung verschickt man auch wegen der schönen Feier, die ohne die
Hochzeitsgäste gar nicht hätte statt finden können. Wenn eine Rede gehalten
wurde, gilt die Danksagung selbstverständlich auch hierfür. Damit man bei den
ganzen Hochzeitsgeschenken nicht den Überblick verliert und hinterher noch weiß,
wer was geschenkt hat, empfiehlt es sich, eine Liste anzufertigen. In diese
Liste trägt man sowohl den Namen des Schenkers als auch das Geschenk selbst ein.
Dennoch sollte man beim Verschicken der Danksagung darauf achten, dass diese
allgemein gehalten ist und so jeder der anwesenden Hochzeitsgäste die gleiche
Danksagung erhält. Man sollte keine Unterschiede machen, nur weil das Geschenk
des einen Hochzeitsgastes teurer war als das andere. Oftmals kennt man ja auch
die finanziellen Verhältnisse seiner Freunde und Bekannten. Was zählt, ist
immerhin der gute Wille. Bei der Gestaltung einer Danksagung sollte man sich
genügend Zeit nehmen, damit diese auch perfekt aussieht. Die meisten Brautpaare
verschicken als Danksagung kleine Kärtchen. Andere wiederum setzen eine Anzeige
in die Zeitung, in der sie allen dafür danken, dass die Hochzeit zu einem
gelungenen Fest wurde. Nicht vergessen sollte man bei der Danksagung auch die
nahen Verwandten, diejenigen, welche per Post Grüße geschickt haben und
selbstverständlich den Pfarrer, wenn eine kirchliche Trauung statt gefunden hat.
Zwar bedankt man sich auch schon während der Hochzeit, wenn man die Geschenke
erhält, doch ist diese Danksagung meistens nur sporadisch. Beim Erstellen von
Grußkarten kann man sich viel mehr Zeit nehmen und die Gestaltung der
vergangenen Hochzeitsfeier anpassen. Beliebt sind beim Layout der Danksagung
hauptsächlich Bilder von der Hochzeit. Man schickt die Karten ja nicht gleich
nach seiner Hochzeit ab, sondern wartet etwar 3-4
Tage.
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